Was macht eine Stadt zur Stadt? Vielleicht die Anonymität und die Häuserschatten, sicher aber auch die Farbe der Sonne, die durch den Schleier der ewigen Dunstglocke immer nur weinrot scheint. Kommando ist eine Band der Stadt, Kommando ist ein Kind Berlins. Ihr Sound spiegelt den Klang der Großstadt wider, der man schon vor Jahren überdrüssig geworden ist und die man doch nicht verlassen kann.
Die Musik von Kommando ist das genaue Gegenteil von Minimalismus: in Zola'scher Manier tobt man sich verschwenderisch auf der breitestmöglichen Leinwand aus, bleibt dabei aber immer schön distanziert, kühl und melancholisch. Charakteristisch ist das unverwechselbar, von synthetischen Spuren durchwobene Klanggewand, die von tiefer Emotionalität und großstädtischer Depression geprägten Lyrics und ihr zum Charme morbider Metropolen passendes schlicht und dunkel gehaltenes Outfit.
Kommando machen schlussendlich Indiesongs im cluborientierten Gitarre-trifft-Synthie-trifft-Samples-Gewand. Das kommt an. Inspiriert durch Bands wie Joy Division, New Order oder Monolake klingen sie vielleicht etwas wie Joy Division, New Order oder Monolake, in jedem Fall jedoch einzigartig genug, um ihren eigenen Weg zu gehen.